Förderung der schulischen Bildung
Mit Hilfe der Diakonie Baden konnten wir jährlich 30-40 Schüler:innen aus dem Reener Ländchen, vorrangig aus Birk (Petelea), Botsch (Batoș) und Weilau (Uila) mit Beihilfen zu Schülerfahrkarten und Schulmaterial fördern. Heute erreichen wir bis zu 100 Schüler:inne mit unseren direkten Unterstützungsmaßnahmen wie zum Beispiel erlebnispädagogische Aktivitäten, Afterschool, thematische Werkstätten und Ferienfreizeiten.
Helfen Sie uns mit Ihrer Spende.
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*Bilder auf dieser Seite mit freundlicher Genehmigung von CER la Batoș
Stipendien für Rumänische Studierende
Insgesamt haben wir mehr als 20 Studierende auf dem Weg zu einem erfolgreichen akademischen Abschluss begleitet.
Für die Aufrechterhaltung des umfangreichen Studienprogramms suchen wir neue Unterstützer:innen.
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Links im Bild (v.l.n.r.): Maria Teremi, (Stipendiatin bis 2015), Ioana Göllner (CER Vorsitzende) und Monica Ungvari (Stipendiatin)
Aktuelle BWW-Stipendiatinnen
Monica Ungvari aus Batoș / Botsch
studiert im dritten Jahr Allgemeinmedizin an der Medizinischen Fakultät der UMFST in Târgu-Mureș. Seit 2018 erhält sie ein Stipendium des Bildungswerks Weilau – damals noch als Schülerin der 7. Klasse.
Neben ihrem Studium ( mit hervorragenden Leistungen) engagiert sie sich ehrenamtlich in ihrem Heimatdorf Batoș und arbeitet freiwillig in der Notaufnahme „UPU-SMURD“ in Târgu-Mureș.
"Das Stipendium hat mir geholfen, meinen Bildungsweg ohne Angst vor finanziellen Hürden weiterzugehen. Aus Dankbarkeit möchte ich das, was ich erhalten habe, zurückgeben – durch meinen zukünftigen Beruf als Ärztin und durch mein Engagement für die kommenden CER-Projekte: Für mich war Casa CER immer ein Ort, an dem ich mich zu Hause gefühlt habe. Ich bin mit diesem Projekt aufgewachsen und engagiere mich seit 2021 selbst im Verein, besonders in den außerschulischen Aktivitäten für die Kinder aus Batoș.“
Ștefania Pascu Batoș / Botsch
studiert Kommunikationswissenschaften und Angewandte Fremdsprachen (Englisch–Deutsch) an der Fakultät für Wissenschaften und Literatur „Petru Maior“ der UMFST in Târgu Mureș. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern in Batoș, während ihre Eltern im Ausland arbeiteten – eine Erfahrung, die ihren Wunsch geprägt hat, sich aktiv für ihre Gemeinschaft einzusetzen. Heute verbindet sie ihr Studium mit praktischen Projekten: 2025 gründete sie die lokale Zeitung „Viața la Batoș“, um über das Leben und die Entwicklungen in ihrem Heimatdorf zu berichten. Darüber hinaus unterstützt sie das CER-Projekt regelmäßig mit Fotografie und gestaltet Flyer und Werbematerialien für CER und das BWW.
In folgendem Brief schildert Ștefania ihre derzeitigen Aktivitäten und Erfolge:
Cristina-Ioana Luca aus Reghin / Sächsisch Regen
studiert seit 2020 Chemie und Chemieingenieurwesen an der Universität Babes Bolyai in Cluj Napoca / Klausenburg. Voraussichtilicher Masterabschluss 2026.
"Im ersten Semester war meine Durchschnittsnote 9,76, ich habe alle Prüfungen abgelegt. Das Ziel ist es, Chemieingenieurin zu werden, aber ich habe mich noch nicht sicher entschieden welchen Weg ich wählen werde, ob ich den didaktischen, den Forschungs- oder den industriellen Teil wählen werde. Ich habe noch drei Jahre vor mir und für den Master zwei weitere, in denen ich entscheiden kann, was mir besser gefällt."
Diana Baci
Geförderte Schüler:innen & Stipendiat:innen
Weitere Beispiele aus den letzten Jahren
Adriana Dörr aus Uila / Weilau
war 2001 unsere erste Förderschülerin und Stipendiatin und die erste, die ein akademisches Diplom in rumänische und deutscher Literatur erzielte. Nach ihrem Studium kam sie für ein Gastsemester nach Deutschland, machte ein Praktikum beim Zentralrat der deutschen Sinti und Roma in Heidelberg und setzt sich
– mittlerweile als ständige Mitarbeiterin des Zentralrats der deutschen Sinti und Roma – schwerpunktmäßig für den Erhalt von Grabstätten NS-Verfolgter Sinti und Roma ein.
„Als ich 2008 mein Studium in Rumänien beendet hatte, wagte ich nicht zu träumen, dass ich (…) eines Tages in einer des renommiertesten Institutionen in Europa, die sich für die Rechte und die gleichberechtigte Teilhabe der Sinti und Roma in der Gesellschaft und der Politik einsetzt, arbeiten werde. Als (…) Roma war mein Leben in Rumänien geprägt von alltäglichem und strukturellem Rassismus. Dass ich heute eine Vorbildfunktion für die jüngere Generation der Minderheit übernehmen darf, habe ich auch Ihrer großen Unterstützung zu verdanken. Das Bildungswerks Weilau hat nicht nur meinen beruflichen und sozialen Werdegang positiv beeinflusst, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Antiziganismus und dem Empowerment der jungen Generation von Roma geleistet. Für diese Unterstützung bin ich sehr dankbar. Die Stipendien des Bildungswerks Weilau helfen jungen Menschen, ihre Träume zu verwirklichen und das in ihnen ruhende Potential zur Geltung zu bringen. Ich hoffe, dass Sie diese wichtige Arbeit auch in Zukunft fortsetzen werden.“
Maria Teremi aus Batoș / Botsch
hat 2013 ihr Bachelor-Diplom im Fachbereich Geographie an der Universität Babes Bolyai in Cluj / Klausenburg erlangt und anschließend erfolgreich ein Masterstudium mit der Spezialisierung Hydrologie und Meteorologie absolviert.
"Ich lebe weiterhin im Klausenburg, bin heute im IT Bereich tätig (...) und vor einigen Monaten mit meinem Freund in unsere erste eigene Wohnung umgezogen. Das ist etwas, was ich mir als kleines Kind gewünscht habe. Für mich war das BWW-Stipendium alles! Ich wäre nicht hier, wo ich heute bin, und ich wäre nicht die Person, die ich heute bin, wenn (...) ich nicht mit eurem Stipendium unterstützt worden wäre – (...) alle meine Freundschaften, Erfahrungen, Reisen, persönliche Entwicklung. Ich bin für immer dankbar! Und ich wünsche mir, den gleichen Einfluss zu haben und die bedürftigen Kinder in jeder Form zu unterstützen. Wenn ich in irgendeiner Form helfen oder beitragen kann, bitte zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Ich würde und will gerne helfen."
Andrea Farcas aus Reghin / Sächsisch Regen
war bis 2013 Förderschülerin der CER. Nach dem Abitur absolvierte sie eine vierjährige Ausbildung in medizinischer Pflege in Targu Mures. Aktuell befindet sie sich in der Endphase ihres 2017an der dortigen medizinischen Fakultät aufgenommenen Medizinstudiums. Ich bin auf den letzten hundert Metern, bis ich mir meinen Traum vom Arztberuf erfüllen kann. Ihre Hilfe hat mir ermöglicht, mich unbeschwert auf das Lernen zu konzentrieren. Vielen Dank dafür. Ihr Verein ist ein Segen für mich wie für manch andere Jugendliche in ähnlicher Lage.
Crisan Bilan Erika Mihaela / Weilau
Sie bekam von uns ab der 5. Klasse bis zum Abitur einen Zuschuss zum Fahrgeld in die weiterführende Schule in Reghin. Mit einem Bachelor-Abschluss im Gesundheitswesen übernahm sie zunächst den Gesundheitsdienst an den Schulen im Kreis Reghin, war Mitglied der CER in Batoș und arbeitete 5 Jahre ehrenamtlich mit fast 40 Kindern (vorwiegend Roma) in Weilau. Als Insiderin kannte sie natürlich die Misstände und führte uns treffsicher die bedürftigsten Kinder vor allem aus Romafamilien zu.
Elisabeth Rusu-Auner aus Sibiu / Hermannstadt
ist von 2005 bis 2008 unterstützt worden und legte ihren Bachlor an der Universität Lucian Blaga in den Fächern Germanistik und Anglistik ab und später ihren Master in Germanistische Europastudien.
Danach arbeitete ich als Erzieherin und Lehrerin für "Deutsch als Fremdsprache" beim Deutschen Kulturzentrum in Hermannstadt. Elisabeth Rusu-Auner arbeitet heute in Hermannstadt zusammen mit ihrem Mann als Selbständige im Medienbereich.
Tudor Muller aus Reghin / Sächsisch Regen
ist im September 2013 mit Beginne eines Studiums der Zahnmedizin Stipendiat des BWW geworden. Er hat sein Studium 2019 abgeschlossen. Tudor lebt in Targu Mure und arbeitet als Postgraduierter im zahnärztlichen Dienst der Medizinischen Fakultät. Das BWW-Stipendium hat mein Leben seit meiner Mitgliedschaft sehr geprägt. Es ermöglichte mir ein sorgenfreies Studium. Ich sehe es als Ehre, dass ich an diesem Programm teilnehmen konnte, eine Chance, die viele Menschen brauchen. Ich hoffe, dass dieses Programm fortgesetzt wird und alle bedürftigen Kinder solche Unterstützung finden können.
Lenuta Maier aus Petelea / Birk
war bis zum Abitur Förderschülerin im Programm der CER. In Vorbereitung auf ein Medizinstudium studiert sie mit dem Stipendium des BWW seit 2020 an der postlicealen Fachhochschule für Krankenpflege und an der Gheorghe Marinescu Theoretical High School Targu Mures medizinisches Pflegewesen.
Sie wohnt mit Mutter und 4 Geschwistern in einer winzigen Hütte im Niemandsland zwischen Reghin und der benachbarten Gemeinde Birk / Petelea.
“(…) Mein Notendurchschnitt beträgt für das erste Semester 9,83 und für das Kolloquium im zweiten Semester 10.
In der neunten Klasse wollte ich Jura zu studieren, weil ich etwas ändern wollte. Aber (…) dann lief alles auf das Medizinstudium hinaus – ich wollte Bedürftigen helfen. Ich bin jetzt 21 Jahre alt. (…) Ich liebe es, Bücher zur persönlichen Entwicklung zu lesen. Wenn ich nicht lese, höre ich Musik, laufe. Von Zeit zu Zeit arbeite ich freiwillig bei der Direktion für öffentliche Gesundheit von Targu Mures mit."
Larisa Leitz aus Uila / Weilau
ist vom BWW seit 2004 in Schule und Studium gefördert worden. Ihr Studium
an der Universität Petru Maior in Targu Mures / Neumarkt im Fachbereich Internationale Beziehungen beendete sie 2011 mit einer Diplomarbeit zum Holocaust.
Sie übernahm 2012 als Mitarbeiterin des BWW im Rahmen eines von verschiedenen diakonischen Werken der EKD getragenen Großprojekts Verantwortung für Planung und Entwicklung sozialer Projekte in Reghin und Umgebung. Zudem kümmerte sie sich um die Organisation der Schülerförderung und der sozialen Betreuung der durch unseren Tochterverein CER geförderten Kinder und Jugendlichen. Während dieser intensiven Tätigkeit arbeitete sie auch an einer Studie zu den Missständen der beruflichen Qualifikationsmöglichkeiten in Rumänien. (vgl. BWW Projekt berufliche Qualifikation)
Larisa wohnt heute mit Mann und Tochter in Karlsruhe und arbeitet beim Landesverband Deutscher Sinti und Roma in Landau.
„Ich bin sehr dankbar für die ganze Unterstützung, die ich während meiner Schulzeit, Studium und der danach folgenden Zeit von dem Bildungswerk Weilau erhalten habe. Sie war für mich essenziell. Und bin glücklich mit meinem Aufgabenfeld, dass ich andere Menschen, die der Minderheit angehören, helfen kann.“
Johanna Halmen aus Sigishoara / Schäßburg
erhielt 2008/2009 für ihr Kirchenmusik- und Orgelstudium an der Gheorghe Dima-Musikakademie in Cluj / Klausenburg eine Beihilfe. Sie ist gegenwärtig als Kirchenmusikerin an verschiedenen Stätten in Siebenbürgen tätig.
Anamaria Pentek aus Reghin / Sächsisch Regen
gehörte als rumänische Jugendliche ungarischer Sprache auch zu den ersten Stipendiat:innen des Bildungswerks. 2005 nahm sie in Hermannstadt an der dortigen Lucian Blaga Universität ein Studium mit dem Schwerpunkt Ökologie auf. Nach dem Abschlussexamen 2008 arbeitete sie als Lehrerin in Fagaras.
Petra Henning aus Cisnadioara / Michelsberg
hat mit einem Stipendium des BWWs von 2007 bis 2012 ein Vollstudium im Fach Geographie in Klausenburg und Wien absolviert. Sie ist heute im Verlagswesen (Desktop Publishing für Honterus und Schiller Verlag) tätig und lebt mit ihrer Familie in Hermannstadt.
Berufliche Qualifikation
für rumänische Schüler:innen
Alexandra Angela Moldovan aus Birk / Petelea
ist Schülerin der 11. Klasse im Mihai Eminescu National Pedagogical College in Targu Mures.
"Ich möchte Pädagogin im Kindergarten werden (...) und habe sieben Jahre lang auch von der Schülerförderung des BWW profitiert. Das war eine große Hilfe für mich, (...) so konnte ich zu Schulbeginn (...) Vorräte, Kleidung und viele andere Dinge für die Schule kaufen."
Viorel Moldovan Birk / Petelea
erhält ebenfalls seit sieben Jahre Förderung aus Mitteln der Schülerförderung.
Er besucht erfolgreich mittlerweile schon das dritte Jahr das Technischen Gymnasium Petru Maior in Reghin.
"Künftig möchte ich als Polizist arbeiten. Die Hilfe vom BWW war für mich sehr wichtig und ich möchte mich bei Ihnen bedanken!"
Larisa Mirela Moldovan Birk / Petelea
"Vielen Dank an Ihren Verein und dass Sie mich 7 Jahre bis zum Abitur unterstützt haben. Ich lebe in
Reghin und bin derzeit in einer Fabrik als CNC-Bedienerin beschäftigt. In Zukunft möchte ich meine Ausbildung an einer postsekundären Schule als Krankenschwester fortsetzen. Ihre Unterstützung war genau die Hilfe, die ich brauchte."